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Helmut Niemann feiert seinen 100. Geburtstag

Mit harter Arbeit und ein bisschen Glück hat der gebürtige Mindener ein bewegtes Leben gemeistert

Helmut Niemann feiert 100. Geburtstag
Helmut Niemann (2.v.r.) hat am 5. Juli seinen 100. Geburtstag gefeiert. Es gratulierten Carsten Wöhler (v.r.n.l), Leiter des Geschäftsbereichs Pflege & Leben bei der Diakonie Stiftung Salem, Einrichtungsleiterin Iris Bulmahn und Madleine Franke, Leiterin des Sozialen Dienstes des Hauses Emmaus. Alle abgebildeten Personen sind vollständig geimpft oder negativ auf das Corona-Virus getestet.

Mit 100 Jahren lässt sich Helmut Niemann nicht mehr stressen. An seinem runden Geburtstag am 5. Juli genießt er in Ruhe das Frühstück, bevor er die ersten Glückwünsche entgegennimmt. Die überbringen Iris Bulmahn, Leiterin des Hauses Emmaus, wo Helmut Niemann seit zwei Jahren lebt, und Geschäftsbereichsleiter Carsten Wöhler von der Diakonie Stiftung Salem. Zu viel Trubel um seinen Geburtstag möchte er sowieso nicht. „Ich kann ja nichts dafür, dass ich so alt geworden bin“, sagt der gebürtige Mindener.

So ganz scheint das nicht zu stimmen, denn, wenn man ihn nach dem Geheimnis fragt, warum er auch mit 100 Jahren noch so fit ist, hat Helmut Niemann sofort eine Antwort parat: „Ich habe immer hart gearbeitet“, erzählt er. Das beginnt schon in seiner Ausbildung zum Maschinenschlosser. „Unser Chef hat uns gut ran genommen“, erinnert sich Helmut Niemann, der nicht verschweigt, dass es in seinem Leben neben vielen hellen auch sehr dunkle Momente gab. Die dunkelsten waren sicherlich der Krieg, in den Helmut Niemann als junger Mann ziehen muss, und die anschließende Kriegsgefangenschaft. Die schlechte medizinische Versorgungslage in der Gefangenschaft kann er bis heute nicht vergessen.

Nach seiner Rückkehr baut sich Helmut Niemann in der alten Heimat ein neues Leben auf. Er trifft seine spätere Frau Anneliese. Sie stammt aus Niedersachsen, macht für Helmut Niemann aber gern einen Sprung über die Landesgrenze. Das Paar wohnt zunächst in Minden, später für viele Jahre in Barkhausen. Gemeinsam bekommen sie zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn. Mittlerweile ist Helmut Niemann vierfacher Großvater und seit einigen Jahren auch zweifacher Urgroßvater.

Um beruflich wieder Fuß zu fassen, setzt Helmut Niemann auf das, was schon seine Ausbildung geprägt hat: harte Arbeit. Weil sich sein Wunsch, Polizist zu werden, zerschlägt, heuert er bei der Bahn an. In einer Zeit, in der elektrifizierte Züge noch Zukunftsmusik sind, ein dreckiger Job. „Ich war bis zu den Armen voll Öl. Meine Frau hat meine Arbeitssachen auf den Boden gelegt und mit dem Schrubber bearbeitet“, erinnert sich der gelernte Maschinenschlosser. Später wechselt Helmut Niemann zum Mineralöl-Konzern Aral, wo er bis zu seinem Ruhestand in leitender Funktion tätig ist. Zusätzlich engagiert er sich im Betriebsrat, wird auch Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Unternehmens. „Wenn man im Leben etwas erreichen will, muss man dafür kämpfen“, sagt Helmut Niemann.

Die Kämpfe enden für Helmut Niemann mit dem Ruhestand. „Seit ich in Rente war, ist es bergauf gegangen“, erzählt er. Dabei denkt er besonders an die Urlaube mit seiner Frau, die das Paar gerne in Tirol verbringt. Das endet erst, als seine Kinder anmerken, dass die langen Autofahrten vielleicht doch nichts mehr für ihn seien. Da ist Helmut Niemann schon über 80. Seitdem geht es mit der Familie ans Meer.

Mit seiner Familie hat Helmut Niemann auch seinen einhundertsten Geburtstag verbracht. Mit einem Ausflug und einem ausgiebigem Kaffeetrinken.

 

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