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Vernissage auf der Baustelle

Mit einem Baustellenfest hat die Diakonie Stiftung Salem das „Wohn-Konzept am Grundbach“ vorgestellt. Dabei kam auch ein besonderes Kunstwerk unter den Hammer.

Großformatige Bilder zwischen Werkzeug und Baumaterialien – es sei durchaus ein ungewöhnlicher Ort für eine Kunstausstellung, stellte Pfarrer Thomas Lunkenheimer, theologischer Vorstand der Diakonie Stiftung Salem, fest. Aus dem Rohbau, in dem die Bilder hängen, wird in wenigen Monaten eine großzügige Wohnanlage für Menschen mit Pflegebedarf entstehen. Doch für ein Baustellenfest machte die Diakonie Stiftung Salem daraus jetzt eine Pop-Up-Galerie, in der zum ersten Mal die neuen Kunstwerke aus einem Kunstworkshops in den Diakonischen Werkstätten Minden zu sehen waren.

Den Kunstworkshop hatten die Diakonischen Werkstätten in Kooperation mit der Charlotte Betzemeier Stiftung initiiert. Aus dem Nachlass der lippischen Künstlerin Charlotte Betzemeier stammen über 1000 Bilder und Skulpturen. Ein Werk, das bewahrt werden muss, wie ihr Sohn Clemens Betzemeier betont, der zu diesem Zweck die Stiftung ins Leben gerufen hatte. Besonderes Anliegen der Stiftung ist es, durch Kunst die Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu fördern. Dafür hatte Clemens Betzemeier den Diakonischen Werkstätten 12 von 70 Motiven aus der Serie „Kleine Clownerien“ zur Verfügung gestellt. In drei Workshops mit lokalen Künstlerinnen haben Menschen mit Behinderungen diese Werke neu interpretiert - mit Spraydose, Pinsel, Versen und Geschichten.

Wie sehr ihm dieses Projekt am Herzen liegt, machte Clemens Betzemeier in einem Grußwort beim Baustellenfest deutlich. „Ich wollte den Workshop für eine kurze Stippvisite besuchen. Ich war so begeistert und motiviert, dass ich gleich zwei Stunden geblieben bin. Ich habe alle meine geschäftlichen Termine sausen lassen“, erzählte der Mindener Unternehmer, der als Geschäftsführer der C.B. Grundbesitz GmbH & Co. KG auch Bauherr der neuen Wohneinrichtung ist. „Ich hoffe, dass auch Sie ins Staunen kommen, wenn Sie an den Kunstwerken vorbeigehen. Es ist toll, welche Potentiale in unseren Kursteilnehmern schlummern “, sagte Michelle Beckemeier, die die Kunstworkshops für die Diakonischen Werkstätten leitete.

Die Kunstwerke konnten die Gäste des Baustellenfestes jedoch nicht nur bestaunen. Ein Bild brachte Thomas Lunkenheimer als Auktionator im Stil einer amerikanischen Versteigerung unter den Hammer. Ein Werk übrigens, das keinen Titel trägt. „Ich weigere mich, einen Titel zu geben. Denn bereits ein Titel beschränkt die Freiheit“, betonte Barbara Salesch. Die als Fernsehrichterin bekannt gewordene Künstlerin hatte den Workshop begleitet. Den Wert des Bildes hat der fehlende Titel wahrscheinlich noch gesteigert, denn bei der Auktion konnten damit 750 Euro für den guten Zweck eingenommen werden. Der Erlös geht direkt an die Diakonischen Werkstätten und die Charlotte Betzemeier Stiftung.

Doch nicht nur über den Auktionserlös konnte sich die Diakonie Stiftung Salem freuen, sondern auch über den Baufortschritt an der pflegegerechten Wohnanlage im Mindener Quartier „Am Grundbach“. In dem dreigeschossigen Rohbau sind schon jetzt die späteren Zimmer und Gemeinschaftsräume gut zu erkennen. Insgesamt wird das Gebäude, das an der Kreuzung Von-Droste-Hülshoff-Straße / Adele-Schopenhauer-Weg entsteht, eine Wohn- und Nutzfläche von 3120 Quadratmetern haben. Das erklärte Christian Schultz, kaufmännischer Vorstand der Diakonie Stiftung Salem, der den Gästen des Baustellenfestes einen kleinen Ausblick auf das Konzept des Hauses gab. „Im Erdgeschoss entstehen zwei Wohngemeinschaften für je zwölf Bewohnerinnen und Bewohner mit Pflegebedarf, in einem ambulanten Versorgungssetting“, so Christian Schultz. In den oberen Etagen stehen zusätzlich 26 Wohnungen zur freien Anmietung zur Verfügung. Das Haus wird nach dem KFW 55 Standard errichtet. Als Generalunternehmen wurde die GS Projektbau GmbH beauftragt. Die Fertigstellung ist für Mai 2022 geplant. Nach Bauabschluss wird die Diakonie Stiftung Salem den Betrieb mit ambulanter Pflege und individueller Betreuung nach Bedarf übernehmen. Die C.B. Grundbesitz GmbH & Co. KG errichtet als Investor das Gebäude. „Motiviert hat uns nicht nur das Investment, sondern das Konzept der Diakonie Stiftung Salem und die Chance, hier etwas wirklich Gutes zu schaffen“, so Geschäftsführer Clemens Betzemeier.

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