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Weichenstellung für die neue Pflegeausbildung

Aus dem Ev. Fachseminar für Altenpflege wird die Evangelische Pflegeakademie. Damit stellt sich die Pflegefachschule der Diakonie Stiftung Salem für die Reform der Pflegeausbildung auf.

Mit dem Pflegeberufegesetz ändert sich ab 2020 die Ausbildung für angehende Pflegekräfte grundlegend. Darauf ist die Pflegefachschule der Diakonie Stiftung Salem bereits heute gut vorbereitet. Eine Umbenennung ist der nächste logische Schritt in Richtung Generalistik. Und so wird aus dem Ev. Fachseminar für Altenpflege ab sofort die Evangelische Pflegeakademie der Diakonie Stiftung Salem gGmbH.

Mit dem neuen Namen trägt die Ev. Pflegeakademie dem stetig wachsenden Anspruch an die fachliche Ausbildung von Pflegekräften Rechnung. „Im Hinblick auf die im Januar 2020 anstehende Reform der Pflegeausbildung war die Umbenennung nötig“, erklärt die Pflegeakademie-Leiterin Ursula Kocs. Das neue Gesetz sieht vor, dass die bisherigen Ausbildungsgänge zum Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger beziehungsweise zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger ab 2020 durch einen neuen Ausbildungsgang ersetzt werden. Absolventen erwerben damit den Abschluss als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau, der europaweit anerkannt ist. Doch auch innerhalb dieses generalisierten Ausbildungsganges wird es Schwerpunktsetzungen geben. Auszubildende wählen zwischen den drei Schwerpunkten Langzeitpflege (stationär)/Akut- und Langzeitpflege (ambulant), Stationäre Akutversorgung (Krankenhaus) oder pädiatrische Versorgung und setzen so inhaltlich Akzente. Zusätzlich können Auszubildende künftig nach dem zweiten Lehrjahr den Ausbildungsgang wechseln und den Abschluss als Altenpfleger oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger erwerben. Diese haben jedoch im Beruf nicht die gleichen Befugnisse wie die Pflegefachfrauen und -männer. „Ich würde jedem Auszubildenden raten, die Pflegeausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau zu absolvieren“, sagt Ursula Kocs.

Einrichtungen, die bisher nach alter Ausbildungsordnung Altenpflegerinnen und -pfleger ausgebildet haben, sind oft besorgt, die neue Ausbildung nicht leisten zu können. Diese kann Ursula Kocs beruhigen: „Sie können weiterhin Pflegekräfte ausbilden und haben mit der Pflegeakademie einen kompetenten Partner an ihrer Seite“, so Kocs.

Sorge bereitet vielen Pflegeeinrichtungen außerdem, dass Auszubildende während der Ausbildung umfangreiche Praxisphasen und Praktika in den verschiedenen Pflegeeinrichtungen und auch im Krankenhaus absolvieren müssen. Auszubildende verbringen nur noch etwa die Hälfte ihrer Ausbildungszeit in der Pflegeeinrichtung, bei der sie ihren Ausbildungsvertrag unterzeichnet haben. Die Verantwortung dafür, dass alle Auszubildenden problemlos ihre Praxisphasen durchlaufen können, liegt bei den Ausbildungsbetrieben. Sie müssen Kooperationsverträge mit anderen Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern schließen. Ein großer Vorteil für die Pflegeeinrichtungen ist, dass die Evangelische Pflegeakademie der Diakonie Stiftung Salem gGmbH und die Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken bereits jetzt eng zusammenarbeiten. „Durch die Kooperation mit den Mühlenkreiskliniken stellen wir sicher, dass alle Auszubildenden ihre Krankenhaus-Praktika auch absolvieren können“, sagt Ursula Kocs. „Gemeinsam mit der Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken wird die Ev. Pflegeakademie der Diakonie Stiftung Salem gGmbH alle ausbildenden Unternehmen auch in der neuen Ausbildungsordnung optimal begleiten“, erklärt sie weiter.

 

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