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Nächstenliebe geht durch den Magen

Diakonie Stiftung Salem setzt Lebensmittelnotversorgung für Menschen in schwierigen sozialen Situationen fort

Minijobs fallen weg und in vielen Unternehmen steht Kurzarbeit an: Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie treffen insbesondere Familien mit geringem Einkommen. Darum hat die Diakonie Stiftung Salem in der Hochphase der Corona-Pandemie eine Lebensmittelnotversorgung für Menschen in schwierigen sozialen Situationen gestartet. Seit Mai erhalten Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, wöchentlich eine Lieferung mit verschiedenen Lebensmitteln. Noch immer ist das von der Aktion Mensch finanzierte Projekt eine große Entlastung für die unterstützen Familien.

„Gerade in der ersten Zeit haben die Lebensmitteltüten sehr geholfen, besonders den Menschen, deren Einkommen weggebrochen ist“, sagt Elke Entgelmeier, Leiterin Sozialraum Rechte Weserseite bei der Diakonie Stiftung Salem. In der Zeit des Lockdowns hatte die Diakonie Stiftung Salem mit den Lebensmittellieferungen, aber auch mit dem Mittagstisch im Begegnungszentrum e-werk und der Ausgabe von Lebensmitteln für obdachlose Menschen im Rudolf-Winzer-Haus die Versorgung von benachteiligten Personen sichergestellt. Doch auch wenn sich die Situation insgesamt etwas verbessert hat, bleibt die finanzielle Lage vieler Klientinnen und Klienten angespannt. „Die Tüten bringen eine gute Entlastung für Familien“, sagt Andrea Läufer, Leiterin Sozialraum Rodenbeck bei der Diakonie Stiftung Salem.

Auch Jörg Gräper, der als Küchenleiter der Zentralküche der Diakonie Stiftung Salem für die Zusammenstellung der Lebensmitteltüten verantwortlich ist, zieht eine positive Bilanz. Als Anfang des Jahres die Kolleginnen aus dem Geschäftsbereich Erziehung und Beratung mit der Idee der Lebensmittetüten auf ihn zukamen, sei das Küchenteam sofort begeistert gewesen, hier unkompliziert helfen zu können. Auch weil die Zentralküche in der Hochphase der Pandemie freie Kapazitäten hatte – Einrichtungen wie Kindertagesstätten waren geschlossen und mussten nicht mit Essen versorgt werden – willigte Gräper sofort ein, die Lebensmittelnotversorgung zu organisieren. Die Diakonie Stiftung Salem profitiert seither von der Erfahrung des Küchenteams und den guten Beziehungen zu Lieferanten. Mittlerweile ist das Team der Zentralküche bei der Zusammenstellung der Lebensmitteltüten routiniert. Im Vorfeld waren allerdings viele Überlegungen nötig, berichtet der Küchenchef: „Was kommt rein? Nur Hauptmahlzeiten oder Essen für den ganzen Tag? Was passt zusammen und wie viel darf es kosten?“ Für die Lebensmitteltüten setzt Jörg Gräper auf preiswerte aber hochwertige Produkte. Und auf Abwechslung: „Wir wiederholen uns nicht ständig. Jede Tüte soll ein bisschen wie Weihnachten sein“, sagt Jörg Gräper.

Dafür ist Kreativität gefragt: „Die Möglichkeiten sind etwas eingeschränkt, denn es muss natürlich alles haltbar sein“, sagt Jörg Gräper. Darum gibt es in den Tüten zwar Obst oder Gemüse, aber kein frisches Fleisch. Und auch eine Konserve schafft es gelegentlich in die Tüte, obwohl Jörg Gräpers Anspruch eigentlich ein anderer ist: „Man muss sich mit den Lebensmitteln beschäftigen“, sagt der Küchenmeister, der mit den Tüten auch zeigen möchte, wie man günstig und hochwertig kocht. Und während bei Lebensmitteln wie Trockenerbsen nicht auf Anhieb bei allen unterstützten Menschen die Rezeptideen sprudeln, kommt bei anderen echte Freude auf. „Eine Klientin hat sich wahnsinnig gefreut. Sie hat endlich mal wieder einen Eintopf wie früher gekocht“, erzählt Elke Entgelmeier.

Die Lebensmittelnotversorgung ist auf ein halbes Jahr begrenzt. Finanziert wird die Hilfe durch die Aktion Mensch. Für die Diakonie Stiftung Salem übernehmen die Fachdienste „Ausblick | Ambulant betreutes Wohnen“ und „Lichtblick | Flexible Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien“ die Verteilung. Pro Woche werden etwa 100 Lebensmittelpakete verteilt, die fast 150 Menschen zugutekommen.

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