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Mehr Sicherheit durch Covid-19 Schnelltest

Diakonie Stiftung Salem führt 30.000 Testungen pro Monat durch

Ab der nächsten Woche überwacht die Diakonie Stiftung Salem mit Hilfe von rund 30.000 Antigen-Schnelltests pro Monat das Covid-19-Infektionsgeschehen in den Geschäftsbereichen Pflege & Leben sowie Wohnen, Assistenz & Lernen. Getestet werden Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige und beruflich Pflegende. Gesetzlich vorgegeben werden die Testungen durch die „Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2“ des Bundesministeriums für Gesundheit. Ziel der Testungen ist der Schutz vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 von älteren und kranken Menschen. Doch die Finanzierung ist bisher noch nicht vollumfänglich gesichert.

Pro Monat begleiten und betreuen rund 1.000 Mitarbeitende des Geschäftsbereichs Pflege und Leben gut 1.350 Menschen in der ambulanten Pflege und rund 600 Bewohnerinnen und Bewohner in sechs stationären Pflegeeinrichtungen. 145 Menschen mit Behinderungen werden im Geschäftsbereich Wohnen, Assistenz & Lernen ambulant in der eigenen Häuslichkeit betreut. In fünf Einrichtungen der Eingliederungshilfe leben zudem 188 Bewohnerinnen und Bewohner.

Christian Schultz, kaufmännischer Vorstand der Diakonie Stiftung Salem erläutert: „Die Möglichkeit der Testung begrüßen wir. Wenn wir die uns zur Verfügung stehenden Schnelltests nutzen, dann kommen wir auf ca. 30.000 Testungen pro Monat. Für die sach- und fachgerechte Testdurchführung durch eigenes Personal, inklusive Vor- und Nachbereitung, rechnen wir etwa mit 20 Minuten für jeden Test. Pro Monat fallen dadurch 10.000 zusätzliche Arbeitsstunden an, dafür werden 59 Arbeitskräfte benötigt. Das ergibt, bei einem durchschnittlichen Stundenverrechnungssatz von ca. 29 Euro, eine Summe von 290.000 Euro pro Monat. Die Anschaffung der Tests kostet pro Monat 210.000 Euro (30.000 Tests x 7 Euro). Durch die kassenärztliche Vereinigung werden bisher lediglich die Anschaffungskosten für die Antigen-Schnelltests finanziert. Nicht enthalten sind dabei die Gebühren für das Handling, die laut Verordnung über die kassenärztliche Vereinigung mit 3,5% also 0,25 Euro pro Test beansprucht. Auch für die zusätzlich entstehenden Personalkosten gibt es bisher keine Aussage des Bundes oder des Landes in Bezug auf die Refinanzierung.“

Eine Situation die für soziale Dienstleister wie die Diakonie Stiftung Salem, aufgrund der gesetzlichen Pflicht zur Durchführung der Test einerseits und der nicht geregelten Finanzierung andererseits, beunruhigend ist.

Thomas Lunkenheimer, theologischer Vorstand der Diakonie Stiftung Salem begrüßt die Einführung der Antigen-Schnelltests und die Möglichkeit der Testung durch eigenes Personal ebenfalls. Die Maßnahme gebe nicht nur den ambulant und stationär begleiteten Pflegebedürftigen mehr Sicherheit, sondern auch den Angehörigen und den beruflich Pflegenden. „Ich bin froh, in einem Land zu leben, dessen Regierung die Systemrelevanz der Pflege und Eingliederungshilfe nicht nur beklatscht, sondern mit der gesetzlichen Verordnung auch eine Grundlage für den Schutz der uns anvertrauten Menschen geschaffen hat. Doch muss in Bezug auf die Finanzierung der gesamte Prozess betrachtet werden. Der enorme personelle und damit verbundene finanzielle Mehraufwand kann nicht durch die sozialen Dienstleister alleine getragen werden. Wir hoffen, dass eine befriedigende Klärung der Finanzierung zeitnah erfolgt.“

Seit dem 11. November 2020 sind kontinuierlich Mitarbeitende der Diakonie Stiftung Salem von Allgemeinmedizinern der Gemeinschaftspraxis Rapp, Rudewig und Heger sowie der Praxis Dr. Jebsen in Bezug auf die Durchführung der Antigen-Schnelltest medizinisch geschult worden. „Die Testungen sind wichtig und geben uns einen Überblick. Doch der organisatorische Aufwand ist enorm. Daher haben wir ein Test-Konzept entwickelt. Teil dieses Konzeptes ist die medizinische Schulung von Mitarbeitenden. Denn wir legen Wert darauf für die Testungen ausschließlich Fachkräfte einzusetzen, um mögliche Fehlerquellen auf ein Minimum zu reduzieren.“, erklärt Carsten Wöhler, Geschäftsbereichsleiter Pflege & Leben bei der Diakonie Stiftung Salem. Auch Sebastian Siek, Geschäftsbereichsleiter Wohnen, Assistenz & Lernen bewertet die Möglichkeit der Testungen positiv. „Der hohe Zeitaufwand und die entstehenden Kosten stellen uns allerdings vor große Herausforderungen.“

Tags: corona

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