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Beschäftigung und Teilhabe

Gute Förderung für Menschen mit Behinderung

Diakonische Werkstätten Minden: Beschäftigung und berufliche Bildung, Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und an der Arbeitswelt.

Als anerkannte Werkstatt für Behinderte (WfB) erfüllen die Diakonischen Werkstätten Minden einen gesetzlichen Auftrag zur „Rehabilitation und Eingliederungshilfe“. Einen gesetzlich verbürgten Anspruch auf eine Beschäftigung in einer anerkannten Werkstatt für Behinderte haben Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig sein können. Mit „Eingliederungshilfe“ ist also gemeint: Hilfen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft durch Teilnahme am Arbeitsleben. Die Produktion, die in Werkstätten für Behinderte erfolgt, ist so gesehen Mittel zum Zweck. 

Neben Arbeit und Beschäftigung bieten Werkstätten für Behinderte berufliche Bildung, soziale und persönliche Betreuung je nach Interessen, Leistungsfähigkeit und individuellem Hilfebedarf der einzelnen Beschäftigten. Aus dem gemeinsam erwirtschafteten Arbeitsergebnis erhalten die Beschäftigten ein Entgelt. 

Nach der Aufnahme in die Diakonischen Werkstätten findet zunächst für jeden Beschäftigten ein Eingangsverfahren statt, das bis zu drei Monate dauert. In diesem Zeitraum prüfen Fachkräfte gründlich, ob gerade für diese Person die Werkstatt als Einrichtung zur beruflichen Rehabilitation geeignet ist. Weiterhin wird erfasst, welche Fähigkeiten, Wünsche und Neigungen vorhanden sind. Auf dieser Grundlage wird definiert, welchen Schwerpunkt die berufliche Bildung haben soll. Ein individueller Förderplan legt die nächsten Ziele fest und die Maßnahmen, mit denen diese Ziele erreicht werden sollen. 

Für Menschen, die nur eingeschränkt oder gar nicht an erlösorientierten Arbeitsprozessen teilnehmen können, unterhalten die Werkstätten besondere Betreuungsangebote in Kleinstgruppen von vier bis acht Teilnehmern. 

Auf das Eingangsverfahren folgt die Berufsbildungsphase. Sie kann bis zu zwei Jahren dauern und läuft auf der Grundlage von Rahmenbildungsplänen für die Berufsfelder Metall, Hauswirtschaft, Industrielle Montage und Verpackung, Garten- und Landschaftsbau, Biolandwirtschaft, Lager / Logistik oder Kfz-Wagenpflege. Wer dafür geeignet ist, bekommt durch Praktika und besondere Qualifizierungsmaßnahmen die Chance, sich statt in den Werkstätten im ersten Arbeitsmarkt zu bewähren. 

Grundsätzlich wird jede/-r Beschäftigte der Werkstätten für die gesamte Dauer des Beschäftigungsverhältnisses von Fachkräften begleitet und betreut. Der „Begleitende Dienst“ berät z. B. bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes, kümmert sich um Fragen der finanziellen Absicherung, hilft bei Kontakten zu Behörden und unterstützt bei der Bewältigung von Konflikten und Krisen. 

Die Arbeit von Werkstätten für Behinderte wird finanziert aus Tagessätzen, die gezahlt werden von der Arbeitsverwaltung und von Sozialversicherungsträgern. Für den Betrieb solcher Werkstätten sind viele verschiedene Berufsgruppen nötig wie z. B. Sozialarbeiter/-innen, Sozialpädagogen/-innen, Ergotherapeutische und Heilpädagogische Fachkräfte, Pflegekräfte, Arbeitsunterweiser/-innen mit handwerklich technischer Ausbildung und sozialpädagogischer Zusatzausbildung, Fachkräfte für Technik und Vertrieb, Verwaltungsfachkräfte und Leitungspersonal. 

Weiterhin sind Werkstätten für Behinderte zwingend auf Kunden und Auftraggeber angewiesen. Die Diakonischen Werkstätten Minden sind zurzeit für rund 50 Firmen aus dem heimischen Wirtschaftsraum tätig. Um deren Anforderungen zu genügen - und um Menschen mit Behinderungen verschiedenste Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten, ist das Leistungsangebot der Werkstätten im Laufe der Jahre immer weiter ausdifferenziert worden. 

Neben Dienstleistungen für gewerbliche Kunden erbringen die Werkstätten zum Teil auch Dienstleitungen für private Kunden.

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Über uns

Rund 2.800 Mitarbeitende mit und ohne Behinderung arbeiten bei uns engagiert für Menschen aller Altersgruppen in unterschiedlichen Lebenslagen von der Schwangerenberatung bis zur Hospizbegleitung.

Täglich unterstützen wir mehr als 3.000 Menschen im Evangelischen Kirchenkreis Minden in der heimischen Umgebung oder bieten ihnen bei Bedarf bei uns ein Zuhause. Weiter...

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Fischerallee 3a
32423 Minden

Telefon 0571 88804-0
Telefax 0571 88804-1299

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