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Frisch zertifiziert: Im März gehen die Stadtteilmütter an den Start

Vor ihnen liegen wichtige Aufgaben: Acht Stadtteilmütter haben sich in den vergangenen sechs Monaten erfolgreich qualifizieren lassen und können jetzt mit der Arbeit starten. Kreisdirektorin und zuständige Dezernentin Cornelia Schöder hat ihnen jetzt während einer kleinen Feier im Begegnungszentrum Bärenkämpen in Minden ihre Zertifikate ausgehändigt. Dabei haben sie sich ausführlich über die anstehenden Aufgaben ausgetauscht. „Wir freuen uns sehr, dass wir Sie mit unserem kommunalen Arbeitsmarktprogramm unterstützen können, denn Sie werden eine wichtige Anlaufstelle für viele Menschen in Minden werden“, sagt Kreisdirektorin Cornelia Schöder. „So beginnt nicht nur für Sie wieder der Weg ins Berufsleben, sondern Sie werden Vorbild sein für viele andere, denen Sie jetzt mit Rat und Tat zur Seite stehen können.“

Intensive Schulungswochen liegen hinter den Teilnehmerinnen, in denen sie sich mit Themen wie Kindergesundheit, Bildung und Erziehungsfragen auseinandergesetzt und Beratungsinstitutionen in Minden besucht haben. Die Schulungen hatten die Diakonie Stiftung Salem gemeinsam mit der PariSozial Minden-Lübbecke/Herford angeboten. „Die neu ausgebildeten Stadtteilmütter haben eine wertvolle Brückenfunktion, denn sie sind die Ansprechpartnerinnen für Familien aus ähnlichen Kulturkreisen. Sie geben Orientierung und stellen den Kontakt zu Verwaltungen her - das ist ein großer Pluspunkt beim Gelingen von Integration in Minden und im Kreis Minden-Lübbecke“, sagt Bürgermeister Michael Jäcke.

Gut erkennbar sind die Stadtteilmütter, da sie neben einem roten Tuch eine Anstecknadel mit ihrem Namen und dem Logo des Projekts tragen. Das umfangreiche, extra angeschaffte Informationsmaterial, führen sie in einer ebenfalls mit dem Logo bedruckten Tasche mit sich. Während ihrer Tätigkeit werden die Stadtteilmütter weiterhin von den bisherigen Dozentinnen Sarah Lahr (Diakonie Stiftung Salem) und Simone Fangmeyer-Strecker (PariSozial) begleitet. Mindestens einmal in der Woche finden Reflexionsgespräche in der Gruppe statt. Hierfür stellt die Stadt Minden – wie schon zuvor für die Qualifizierung - Räumlichkeiten im Begegnungszentrum zur Verfügung.

Die Stadtteilmütter beraten ihre Klientinnen und Klienten zu familien- und kinderrelevanten Themen: „Wo ist welche Beratungsstelle und wo finde ich die richtigen Ansprechpersonen?“ Hierfür bringen die frisch gebackenen Stadtteilmütter die idealen Voraussetzungen mit, weil sie neben ihrer individuellen Sprachkompetenz auch wissen, wo ihrer Klientinnen und Klienten besonders gut Unterstützung brauchen können. Ziel des Projekts ist es, Einwandererfamilien bei der Integration in die Stadtgesellschaft zu unterstützen.

Das Interesse der Einwandererfamilien in Minden ist groß. Durch die enge Anbindung an das Quartiersmanagement der Stadt Minden in Bärenkämpen und über persönliche Kontakte sind bereits die ersten Beratungstermine vereinbart worden. Damit die Stadtteilmütter auch mobil unterwegs sein können, stehen ihnen fünf Fahrräder aus Spendenmitteln zur Verfügung. Ein Großteil der Spende kam von der Diakonie Stiftung Salem, auch die Firma Powerslide hat sich beteiligt und über die Stadt Minden werden Fahrradhelme und Schlösser zur Verfügung gestellt.

Begonnen hatte das Projekt am 1. September 2021. Damals hatten die acht Frauen mit Migrationshintergrund ihre Ausbildung zur Stadtteilmutter im Begegnungszentrum Bärenkämpen aufgenommen. Jetzt erhalten die Frauen einen auf zwei Jahre befristeten Arbeitsvertrag bei der PariSozial Minden-Lübbecke/Herford. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt des Quartiersmanagements der Stadt Minden, der PariSozial Minden-Lübbecke/Herford gGmbH, der Diakonie Stiftung Salem und des Kreises Minden-Lübbecke.

Die Stadtteilmütter wurden vor 17 Jahren in Berlin-Neukölln ins Leben gerufen. Inzwischen gibt es bundesweit eine Vielzahl ähnlicher Projekte. Wissenschaftliche Begleituntersuchungen bilanzieren positive Effekte bei den Familien und auch für die Stadtteilmütter selbst, die in der Regel ALG II - Leistungen beziehen. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des kommunalen Arbeitsmarktprogramms, die der Kreis Minden-Lübbecke dem Amt proArbeit zur Verfügung stellt. Das Projekt ist zunächst bis 2024 befristet.

Im gesamten Projektzeitraum werden die Stadtteilmütter von zwei Koordinatorinnen und dem Team des Quartiersmanagements begleitet und unterstützt. Für jede Frau soll nach dem Ende des Beschäftigungszeitraums eine berufliche Anschlussperspektive gefunden werden.

 

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