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Vom diakonischen Traditionsunternehmen zur Dialoggemeinschaft

Die Theologischen Vorstände des Kaiserswerther Verbandes versammelten sich zu ihrer Jahrestagung zum Thema „Motiviert in die Zukunft“ auf Einladung des Waldeckschen Diakonissenhauses Sophienheim vom 27.-29. April 2022 in Bad Arolsen.


Anika Albert, Professorin am Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement der Universität Bielefeld, erläuterte Motivations- und Gelingensfaktoren helfenden Handelns vor dem Hintergrund eines diakonischen Profils.

„Dass Helfen ein allgemein menschliches und kein spezifisch christliches Phänomen ist, hat uns nicht nur der Barmherzige Samariter gezeigt“, so Frau Albert. Pluralität und Säkularisierung sowie eine immer stärker wachsende Zahl nichtkirchlich sozialisierter Mitarbeitender stelle die Diakonie vor Herausforderungen.

Diakonie sei weder eindeutig noch einheitlich, so Albert. Es müsse stärker auf gelebte Religion und Theologie fokussiert werden. Diese eröffneten Reflexions- und Kommunikationsräume zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Auch kämen so die Akteurinnen und Akteure in ihren jeweiligen Erfahrungshorizonten zur Sprache. Gelebte Theologie vollziehe dabei den Paradigmenwechsel vom diakonischen Traditionsunternehmen zur Dialoggemeinschaft.

Zur Motivation in der Bibel aus theologischer Sicht sprach Rüdiger Gebhardt, Rektor der CVJM-Hochschule in Kassel. Im Kern gehe es um die Frage, was einen Menschen zu seinem Verhalten bewege, so Gebhardt. Dabei sehe er im Evangelium einen handlungsleitenden Motivationsimpuls.

Zur Mitarbeitermotivation in einem Weltkonzern am Beispiel von B. Braun Melsungen sprach Heinz-Walter Große, der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Pharma- und Medizinbedarfs-Unternehmens.

Steffen Merle, Oberkirchenrat für Sozial- und Gesellschaftspolitik der EKD, sprach in seinem Beitrag darüber, dass Diakonie, unter postsäkularen Rahmenbedingungen, nicht nur bei sich bleiben kann, sondern mit anderen sein muss. Weil der Kontext die Deutung bestimme, seien die Glaubens- und Lebenserfahrungen aller Mitarbeitenden einzubeziehen, so Merle.

 

Der Kaiserswerther Verband (KWV) steht für die Wahrnehmung diakonischer Aufgaben in der Tradition der Mutterhausdiakonie Kaiserswerther Prägung. Er engagiert sich in besonderer Weise um die Stärkung und Entwicklung diakonischer Identität und die Verwirklichung von Gemeinschaft in Diakonie und schafft Begegnungsräume zum Austausch über die gemeinsamen Werte. Seit über 100 Jahren bildet der KWV ein Netzwerk der diakonischen Kompetenz und der christlichen Nächstenliebe. Er vertritt die Mitglieder auf unterschiedlichen politischen, kirchlichen und diakonischen Ebenen und unterstützt sie in ihrer Vernetzung. Der KWV verbindet 65 Diakonieunternehmen und Diakonische Gemeinschaften im KWV Deutschland.

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