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Förderung und Qualifikation

Fortbildung in den Diakonischen Werktstätten

Diakonische Werkstätten: Umfangreiches Kursprogramm sorgt für Förderung und Qualifikation.

Nicht für alle Menschen mit Behinderungen ist die Beschäftigung in den Diakonischen Werkstätten dauerhaft die richtige Lösung. Wer sich dafür eignet, kann gegebenenfalls Schritt für Schritt den allgemeinen Arbeitsmarkt kennenlernen und letztlich auch dort eine Anstellung finden. 

Innerhalb der Werkstätten wird individuelle Förderung groß geschrieben. So genannte „Integrationsassistenten“ vermitteln geeigneten Beschäftigten Fortbildungen und Kurse sowie Praktika oder ausgelagerte Arbeitsplätze in Betrieben. Die Integrationsassistenten arbeiten eng zusammen mit dem Integrationsfachdienst in der Hermannstraße 21. 

Damit Menschen mit Behinderungen so selbständig leben können wie möglich, wird ein umfangreiches Kursprogramm angeboten. Teils in den Werkstätten selbst, teils im Bildungszentrum am Tietzelweg lernen die Beschäftigten ständig dazu. Manche Kurse vermitteln Fertigkeiten, die für die Arbeit wichtig sind, andere zielen mehr auf Alltagskompetenz ab. So geht es in einem Teil der Kurse z. B. um den Umgang mit Werkzeug und Maschinen und in einem anderen um Themen wie Haushaltsführung, Kochen und Backen. Außerdem gibt es im Kursprogramm eine Reihe von „Persönlichkeit bildenden Maßnahmen“ (PBM). Dabei handelt es sich um Angebote insbesondere für Menschen mit schweren Behinderungen, bei denen es um Bewegung, Ruhe und Spiele sowie um Erfahrungen mit unterschiedlichen Materialien geht. 

Ein besonderes Angebot der beruflichen Bildung sind die so genannten „Qualifizierungsbausteine“ nach Paragraph 69 BBiG. Dabei handelt es sich gewissermaßen um Teil-Qualifikationen für bestimmte Ausbildungsberufe. 

In Kooperation mit Firmen des allgemeinen Arbeitsmarkts sind zurzeit folgende Qualifizierungsbausteine möglich: 

  • Ausbildungsberuf Gärtner/-in (Fachrichtung Zierpflanzenbau)
    • Pflanzen pikieren
    • Verlegen von Beton-Platten
    • Heckenschnitt
    • Grabpflege
    • Abgelaufene Gräber abräumen, einebnen und pflegeleicht herrichten 
  • Ausbildungsberuf Fachlagerist/-in
    • Sauberkeit, Ordnung und Umweltschutz
    • Werkzeug- und Maschinenkunde
    • Verpackung und Versand von Gütern
    • Einlagerung
    • Einsortieren von Waren und Regalpflege 
  • Ausbildungsberuf Koch / Köchin
    • Zubereitung von kalten Gerichten und Süßspeisen
    • Zubereitung von einfachen warmen Gerichten 
  • Ausbildungsberuf Landwirt/-in (Tierhaltung / Nutzvieh)
    • Fütterung und Tränken von Tieren 
  • Ausbildungsberuf Landwirt/-in (Pflanzenproduktion / Freiland)
    • Bearbeitung und Pflege des Bodens

 

Von den jeweiligen Kammern, die für die einzelnen Ausbildungsberufe zuständig sind, liegen Bescheinigungen vor, dass die Qualifizierungsbilder der einzelnen Bausteine mit den gesetzlichen Vorgaben und  mit den Inhalten des zugrundeliegenden Berufs übereinstimmen. Mit den Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts, die solche Formen der Qualifizierung ermöglichen, bestehen Kooperationsverträge. 

Qualifizierungsbausteine erhöhen für Menschen mit Behinderungen erheblich die Chancen, eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt zu finden.

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Über uns

Rund 2.800 Mitarbeitende mit und ohne Behinderung arbeiten bei uns engagiert für Menschen aller Altersgruppen in unterschiedlichen Lebenslagen von der Schwangerenberatung bis zur Hospizbegleitung.

Täglich unterstützen wir mehr als 3.000 Menschen im Evangelischen Kirchenkreis Minden in der heimischen Umgebung oder bieten ihnen bei Bedarf bei uns ein Zuhause. Weiter...

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